Einführung in die Thematik

Die Toxinausscheidung über die Haut (und die Hautanhangsgebilde) ist eine der wichtigsten kompensatorischen Ausscheidungen für unseren Körper.

So sagt schon ein chinesisches Sprichwort:

Was die Lunge nicht ausscheiden kann, muß der Darm ausscheiden.
Was der Darm nicht ausscheiden kann, das muß die Niere ausscheiden.
Was die Niere nicht ausscheiden kann, muß die Haut ausscheiden.
Was die Haut nicht ausscheiden kann, führt zum Tode.

Damit ist die Haut eines der wichtigsten Reaktions-, Regulations- und Kompensationssysteme in unserem Körper, zumal die Haut als elementares Ausscheidungsorgan energetisch dem Element Metall zugeordnet ist. Diesem Element sind auch die beiden großen, nach außen gerichteten Ausscheidungssysteme Dickdarm und Lunge zugeordnet, die zu einer intensiven Kommunikation zwischen der Außen- und Innenwelt beitragen.

Wir wissen durch den therapeutischen Einsatz von Fußbädern bzw. von Ausleitungspflastern, Fußmassagen etc., daß gerade auch die Füße, hier insbesondere die Fußsohlen, eine große Rolle in der Ausscheidung spielen. Die intensiven Verbindungen, die die Füße zu unserem Organismus haben, zeigen sich über die Fußsohlendiagnostik, die regulativen Einflüsse über die Fußsohlenmassage (Reflexzonenmassage) als therapeutische Anwendung.

Völlig aus dem Blickwinkel der Therapeuten ist aber geraten, daß auch die Kopfhaut eine ganz wesentliche Rolle spielt. Spätestens seit den Erkenntnissen, über die Haarmineral-Analyse sogar die toxische Situation des Körpers zu bewerten, sollte uns zu dem Gedanken leiten, daß diese Haare in der Kopfhaut gebildet werden, also im Haarboden, und somit ein bedeutsamer Ausscheidungsort sind.

Haut und Haare sind ein Spiegel unserer Gesundheit und unserer Seele

Gesichtshaut

Gesichtshaut

Wir alle wissen, daß sowohl die Haare als auch die Haut ein Spiegel unserer Gesundheit und unserer Seele sind. Wir alle wissen, daß in bestimmten Gesundheitssituationen sich Haut und Haare verändern und uns ein krankes Aussehen verleihen. Doch an die Kopfhaut denken wir therapeutisch so gut wie nicht.

Dies liegt im Wesentlichen daran, weil sich für die Kopfhaut und den Haarboden niemand zuständig fühlt:

  • Der Friseur nicht, denn ihn interessieren nur die Haare, mit Waschen, Färben, Schneiden, etc.
  • Der Dermatologe nicht, denn die Probleme des Haarbodens sind für ihn ein kosmetisches Problem und dafür gibt es ja Shampoos und andere Pflegeprodukte.
  • Die Kosmetikerin nicht, da sie sich nicht für die Kopfhaut interessiert, sondern für die Haut, z. B. am Hals, im Gesicht, im Dekolleté-Bereich

Und somit ist keiner für die Kopfhaut zuständig. Und doch ist es gerade auch die Kopfhaut, die aufgrund ihrer besonderen Struktur geradezu prädestiniert dafür ist, hochmolekulare toxische Substanzen zu eliminieren und über die Haarbälge, über das Fett, nach außen zu transportieren.

Zusätzlich ist die Kopfhaut auch ein wichtiger Ort für die Ausscheidung von Säuren und Salzen, was sich durch mikroskopische Untersuchungen sehr schnell belegen läßt.

Mit anderen Worten: Wenn es uns gelingt, die Kopfhaut wieder in eine Vollfunktion zurück zu bringen, haben wir mit ihr einen weiteren Ausscheidungsort von toxischen Substanzen sowie von Säuren und Salzen. Die Integration der Kopfhaut in ein ganzheitliches Therapiekonzept erscheint damit mehr als logisch, geradezu zwingend notwendig.

Wichtig ist hierbei zu bedenken, daß auch die Kopfhaut von Säuren und Salzen verstopft sein kann, vor allen Dingen bei ungenügender bzw. falscher Technik der Haarwäsche sowie durch falsche, individuell unpassende Pflegesubstanzen, besonders aber durch Paraffine / Silikone. Diese Verstopfung führt dann zu einer Irritation der Kopfhaut, was häufig die Ursache für Jucken, Schuppenbeläge und ähnliches ist.

Im Übrigen gilt es folgendes differentialdiagnostisch abzuklären: Wenn Sie Ihre Kopfhaut reiben und es rieselt daraus ein weißlicher Belag, dann kann dies auf übermäßiger Schuppenbildung beruhen oder Rückschlüsse auf Salze auf der Kopfhaut zulassen, die nunmehr ausrieseln, besonders wenn dieser Belag sehr fein ist.

Ein weiteres Problem sind die Silikone, wie sie in handelsüblichen Produkten Verwendung finden.

Eine konsequente Haarpflege ist natürlich etwas mühseliger als die Verwendung von Präparaten wie “Wash & Go” und ähnliches.

Die Industrie hat die Problematik der Haut- und Haarpflege derart gelöst, daß sie in ihre Produkte einfach Silikone eingefügt hat. Diese Silikone legen sich wie ein Überzieher auf Haar und Kopfhaut. Das Haar ist gut kämmbar, hat Glanz und Fülle und ist trotzdem schwer krank. Der Plastiktüteneffekt auf der Kopfhaut durch die Silikone ist vergleichbar mit dem Plastiktüteneffekt durch Paraffine bei der Hautpflege. Auch hier erscheint die Haut “so schön glatt”.

Es erscheint alles wunderbar und doch sind die Haut und die Haare krank oder gar tot. Auf die Haare wirken diese Silikone wie erstickend und führen letztendlich zu Haarausfall, aber das dauert natürlich und bis dahin vergeht eine längere Zeit. Und wenn die Haare erst einmal ausfallen und dünner werden, kann man ja eine Unmenge von Pflegeprodukten an die Frau / an den Mann bringen.

Hinzu kommt noch etwas: Kann die Kopfhaut nicht genügend ausscheiden, dann muß natürlich über andere Stellen der Haut vermehrt ausgeschieden werden. Also z. B. über das Gesicht, den Hals, den Dekolleté-Bereich, die Schultern etc. Der Körper sucht immer seine Kompensationsmöglichkeiten, denn die Haut und auch die Haare sind seine letzten Ausscheidungsbastionen in einer sonst gestörten Entgiftungsfähigkeit.

Die genetischen Vorgaben

Die Struktur unserer Haare ist genetisch vorgegeben. So können wir den Nord-, Mittel- und Südeuropäischen Typ definieren, der einen ganz individuellen Aufbau seiner Haut und seiner Haare hat.

Bei der Haut bedeutet das, daß ein südländischer Typ prinzipiell zu einer trockenen Haut neigt (weil trockene Haut eine bessere Wärmeabgabe ermöglicht) und der norddeutsche Typ eher zu einer fettigen Haut (weil fettige Haut Wärmeabgabe verhindert). Hierbei ist wichtig zu verstehen, daß dieser Zustand normal und genetisch vorgegeben ist. Die Irritationen der Haut als solches kommen immer von innen.

Mit anderen Worten: Hautpflege bedeutet immer, nicht die Haut von außen zu pflegen, sondern der Haut die richtigen Impulse zu geben, sich zu normalisieren.

Und daher wird deutlich, daß der Aufrechterhaltung der normalen Hautfunktion und vor allem ihrer Ausscheidungsfunktion die größte Bedeutung zukommt. Hautpflege ist also weniger die Idee, von außen Wirkstoffe hinein zugeben, als die Haut gründlich zu reinigen, in ihrer Funktion, in ihrem Milieu zu stützen und zu stärken, um so die Hautfunktion als solches sich normalisieren zu lassen.

Noch einmal: Die Störungen kommen immer von innen!

Auch bei den Haaren gilt, daß ich niemals aus einem dünnen Haar (nordeuropäischer Typ) ein dickes Haar (südeuropäischer Typ) machen kann. Was ich aber machen kann, ist, den Zustand der individuellen Haarstruktur so zu optimieren, wie sie zum Zeitpunkt der Geburt beschaffen ist. Es gilt die Sünden des Färbens, Gelens und der falschen Pflege zu bereinigen und die Haare in den Urzustand zurückzuführen.

Ein gesundes Haar wird z.B. niemals nach etwas riechen. Auch nicht nach intensiver Exposition mit Rauch. Man braucht es nur intensiv zu bürsten. Nach Rauch riecht es nur dann, wenn seine Struktur geschädigt und reduziert ist.

Noch einmal wegen der Wichtigkeit:

Nur geschädigtes Haar weist an der Oberfläche Löcher in der Cuticula auf. Hier setzen sich die Gerüche fest. Eine stabile Oberfläche bei gesunder Haarstruktur nimmt keine Gerüche auf.

Wie auch die Fußsohle hat auch die Kopfhaut bestimmte Gebiete, die man dem Organismus zuordnen kann.

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